Traumatherapie
Als Trauma (griech. "Wunde") wird jede von außen einwirkende Verwundung der körperlichen oder seelisch-psychischen Unversehrtheit bezeichnet. In der Biologie entspricht "Trauma" einem, im Todstellreflex stecken gebliebenen, neurobiologischen Überlebensprozess, ähnlich der Übersprungshandlung.
Das Letztere ist ein wichtiger Hinweis, da sich Tiere von lebensbedrohlichen Ereignissen meistens folgenlos erholen, da sie zu ihrem Leben einfach dazugehören. Neueren Erkenntnissen der Neurobiologie nach ist
das bei Menschen nicht immer der Fall, denn traumatische Erlebnisse liegen - für die meisten Menschen - außerhalb ihrer normalen Erfahrungswelt.
Erfahrungen von Gewaltsituationen, Krieg, Unfällen und Naturkatastrophen sind so außergewöhnlich, dass viele Menschen mit der Belastung überfordert sind, solche Ereignisse oder Erinnerungen richtig zu verarbeiten. Die Energie des Vorfalls oder Schocks bleibt ungenutzt im Nervensystem gespeichert.
Starke akute Belastungsreaktionen und teilweise auch eine posttraumatische Belastungsstörung können die Folge sein. Teilweise treten die Folgen des Traumas erst Wochen, Monate oder Jahre später als Versagens- und Schuld-
gefühle, Ängste, Depressionen, Suchtverhalten oder Stresssymptome zu Tage und lassen sich auf den ersten Blick nicht darauf zurückführen.
Zur Aufarbeitung des Traumas und der Rückgewinnung alter Potentiale bietet die Naturheilkunde einige Möglichkeiten. Die systemische Homöopathie sowie systemische Aufstellungsarbeit oder die Hypnose können dem Organismus dabei helfen, den steckengebliebenen Überlebensprozess über den Körper zu wandeln und neue Lösungsmöglichkeiten aufzeigen.
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